Chapter

Datenveröffentlichungs-Standards

Author(s):
International Monetary Fund
Published Date:
September 1996
Share
  • ShareShare
Show Summary Details

Im Jahre 1995 und Anfang 1996 trat das Direktorium bei einer Reihe von Gelegenheiten zusammen, um über eine Initiative des Fonds zu beraten, die darauf abzielt, umfassende und zeitnahe Statistiken aus den Mitgliedsländern der Öffentlichkeit bereitzustellen, und damit zugleich die Finanzmärkte zu fördern. Solche Daten sind für die Analyse und Umsetzung der makroökonomischen Politik entscheidend, und ihre Verbreitung würde aus Sicht der Direktoren das Risiko plötzlicher und tiefgreifender Marktreaktionen vermindern. Die Initiative war eine Reaktion auf eine Bitte des Interimsausschuß vom April 1995, Standards zur Orientierung der Mitglieder bei der Bereitstellung wirtschaftlicher und finanzieller Daten für die Öffentlichkeit festzulegen (Jahresbericht 1995, S. 210). Die Standards, die das Direktorium gebilligt hat, sollen zwei Klassen umfassen: einen allgemeinen Standard und einen speziellen Standard (siehe Kasten 5 und Tabelle 3). Seit April 1996 können sich die Länder zur Anwendung des speziellen Standards verpflichten, der im April 1996 vom Direktorium gebilligt wurde. Der anfängliche Vorschlag für den speziellen Standard war der Öffentlichkeit als “Green Paper” im Februar 1996 zur Diskussion vorgelegt worden. Damit hat der Fonds erstmals den Entwurf eines politischen Dokuments der Öffentlichkeit zur Diskussion vorgelegt. Die Vorbereitung des allgemeinen Standards dauerte am Ende des Geschäftsjahres noch an.

Tabelle 3Spezieller Datenveröffentlichungs-Standard (SDDS-Special Data Dissemination Standard): Umfang, Periodizität und Aktualität
Umfang
VorgeschriebeneEmpfohlene Datenklassen u./o. KomponentenPeriodizitätAktualität
DatenklassenKomponenten
Realer Sektor
Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung; nominale und reale Preise und damit zusammenhängende Preisstatistiken (*)BIP nach hauptsächlichen Ausgabenkategorien und/oder nach ProduktionssekrorenErsparnis, Volkseinkommen (brutto)QQ
Produkiioiisindex/-indizes (#)Industrieller, Rohstoff- und/oder sektoraler Bereich, falls relevantM

(oder nach Relevanz)
6W

(M empfahlen, oder nach Relevanz)
Zukunftsorientierte/r Indikator/en (z. B. qualitative Geschäftsumfragen, Aufträge, Index der zusammengesetzten Frühindikatoren)M oder QM oder Q
ArbeirsmarktBeschăftigung, Arbeitslosigkeit und Löhne bzw. Verdienste, falls relevantQQ
PreisindizesVerbraucher- und Erzeugeroder GroßhandelspreiseMM
Öffentlicher Sektor
Ergebnisrechnung der öffentlichen Haushalte oder des öffendiehen Sektors, falls relevant (*)Einnahmen, Ausgaben, Saldo und Inlandsfinanzierung (durch Banken und Nichtbanken) und AuslandsfinanzierungZinszahlungenA2Q
Ergebnisrechnung der Zentralregierung (#)Budgetäre Konten: Einnahmen, Ausgaben, Saldo und Inlands-finanzierung (durch Banken und Nichtbanken) und AuslandsfinanzicrungZinszahlungenMM
Verschuldung der ZentralregierungIn- und Auslandsschulden, falls relevant, mit Aufschlüsselung nach Währungen (einschließlich Indexierung), falls relevant, und Aufschlüsselung nach Laufzeiten, von der Zentralregierung garantierte Schulden, falls relevantSchuldendienstprojektionen: Zins- und Titgungszahlungen auf mittel- und langfristige Schulden (Q für die nächsten vier Quartale, danach J) und Tilgungszahlungen auf kurzfristige Schulden (Q)QQ
Finanzsektor
Bilanz des Bankensektors (*)Geldmengenaggregate, inländische Kredite des öffentlichen und priva ten Sektors, AuslandspositionenMM
Bilanz der Zentralbank (#)Geldbestände, Inlandsforderungen an den öffentlichen und privaten Sektor, AußejmirisehaftsposlrionM

(W empfohlen)
2W

(W empfohlen)
ZinssätzeKurz- und langfristige Wertpapiersäize der Regierung, zinspolitisch variabler SatzSpanne der Einlagensätze und AnleihezinsenT

T
1

1
AktienmarktAktienpreisindex, falls relevant
Externer Sektor
Zahlungsbilanz (*)Waren und Dienste, Bilanzgewinnströme, laufende Nettoübertragungen, ausgewählte Kapitalbilanzposten (einschließlich Währungsreserven)Auslandsdirektinvesritionen und PorrfolioinvesritionenQQ
Währungsreserven (#)Offizielle Bruttowährungsreserven (Gold, Devísen, SZR und IWF-Position), in US-S denominiertReserve-bezogene Verbindlichkeiten, falls relevantM

(W empfohlen)
W
Warenhandel (#)Ein- und AusfuhrenAufschlüsselung nach wichtigen Rohstoffen in längeren ZeitabständenM8W

(4-6W empfohlen)
Internationale VermögenspositionSiehe Text bezüglich SDDSA

(Q empfohlen)
2Q

(Q empfohlen)
WechselkursKassakurse und Drei- und Sechsmonats—Terminmarktkurse, falls relevantT1
Nachtrag: BevölkerungHauptaufschlüsselungen (z. B. nach Alter und Geschlecht)A
Hinweis: In bezug auf Periodizität und Aktualität bedeutet (“T”) pro Tag, (“W”) pro Woche oder im Zeitabstand von höchstens einer Woche nach dem Referenzdatum oder nach dem Ende der Referenzwoche, (“M”) pro Monat oder im Zeitabstand von höchstens einem Monat, (“Q”) pro Quartal oder im Zeitabstand von höchstens einem Quartal und (“J”) pro Jahr.

Umfassende statistische Rahmenwerke.

Regelmäßig zu meldende Daten.

Da diese Daten aus Privatquellen leicht erhältlich sind, mag ihre Veröffentlichung durch offizielle Ersteller weniger zeitempfindlich sein. Wenngleich ihre Verbreitung durch Telefonbotschaften oder Telefax-Dienste empfohlen wird, kann die Veröffentlichung dieser Daten mit anderen (vorzugsweise sehr häufig) erscheinenden Statistiken zusammengelegt werden.

Hinweis: In bezug auf Periodizität und Aktualität bedeutet (“T”) pro Tag, (“W”) pro Woche oder im Zeitabstand von höchstens einer Woche nach dem Referenzdatum oder nach dem Ende der Referenzwoche, (“M”) pro Monat oder im Zeitabstand von höchstens einem Monat, (“Q”) pro Quartal oder im Zeitabstand von höchstens einem Quartal und (“J”) pro Jahr.

Umfassende statistische Rahmenwerke.

Regelmäßig zu meldende Daten.

Da diese Daten aus Privatquellen leicht erhältlich sind, mag ihre Veröffentlichung durch offizielle Ersteller weniger zeitempfindlich sein. Wenngleich ihre Verbreitung durch Telefonbotschaften oder Telefax-Dienste empfohlen wird, kann die Veröffentlichung dieser Daten mit anderen (vorzugsweise sehr häufig) erscheinenden Statistiken zusammengelegt werden.

Schaffung eines speziellen Standards

In ihrer Aussprache über die Veröffentlichung von Daten im April 1996 erklärten die Direktoren, daß die Schaffung des speziellen Datenveröffentlichungs-Standards (SDDS - Special Data Dissemination Standard) ein wichtiger Schritt für den Fonds und seine Mitglieder sei. Der Interimsausschuß hatte darum gebeten, daß die Fondsmitglieder Gelegenheit erhalten sollten, sich bis zur Tagung des Interimsausschusses im April 1996 auf freiwilliger Basis zur Anwendung des SDDS zu verpflichten, und bis Mitte April hatte eine beträchtliche Anzahl von Mitgliedsländern ihre Absicht bekundet, den Standard einzuführen. Die Direktoren sprachen ihre Anerkennung für die umfassenden Konsultationen mit den Anwendern von Statistiken, nationalen Behörden und anderen internationalen Organisationen aus. Unter Hinweis auf den anspruchsvollen Charakter des SDDS betonten sie, daß seine Umsetzung anfänglich sowohl flexibel als auch schrittweise erfolgen müsse. Eine bis Ende 1998 andauernde Übergangsperiode wird den teilnehmenden Ländern Zeit geben, ihre statistischen Verfahren vollständig dem SDDS anzupassen. Die Direktoren betonten auch, daß laufende Überprüfungen der Anwendungen des SDDS und der damit gemachten Erfahrungen auch Anpassungen im Lichte der Entwicklung während der Übergangsperiode erlauben würden.

Hinsichtlich der Einführung des Standards unterstützten die Direktoren in einer früheren Aussprache den Vorschlag, daß ein Land, welches den Standard übernehmen möchte, aber noch nicht in der Lage sei, alle Elemente von Beginn der Übergangsperiode an zu erfüllen, jene Verfahrensweisen beschreiben solle, die die Norm des Standards nicht erreichten, und einen Plan und Zeitrahmen für die Durchführung der notwendigen Anpassungen vorlegen solle. Sie gingen davon aus, daß die Prüfung der Teilnahme eines Landes sehr wahrscheinlich einen Dialog zwischen dem Mitarbeiterstab und dem Mitgliedsland erfordern würde. Die Direktoren stimmten darin überein, daß der Stab die von den Ländern bereitgestellten “Metadaten” (Informationen über die Daten der teilnehmenden Länder, wie Methodenmerkmale und Veröffentlichungstermine) prüfen solle, um sicherzustellen, daß sie umfassend und international angemessen vergleichbar seien und daß der Stab mit dem Mitglied alle Verbesserungen erörtern solle, die notwendig sein könnten.

Hinsichtlich der vier Kategorien des SDDS (siehe Kasten 5 und Tabelle 3) unterstützten die Direktoren weitgehend die Liste der “vorgeschriebenen” und “empfohlenen” Datenklassen, zusammen mit der festgelegten Periodizität und Aktualität. Die meisten Direktoren kamen zu dem Schluß, daß die Bestimmungen hinsichtlich des Umfangs, der Periodizität und der Aktualität einen ausgewogenen Kompromiß zwischen dem Wünschenswerten und dem Machbaren darstellten. Hinsichtlich des Zugangs der Öffentlichkeit unterstrichen die Direktoren, daß die Verbreitung staatlicher Statistiken zu den wesentlichen Merkmalen einer Statistik als einem öffentlichen Gut gehörten und daß der rasche und gleiche Zugang zu Informationen eine wesentliche Anforderung seitens der Öffentlichkeit darstellt. In diesem Zusammenhang unterstützten sie den vorgeschlagenen Ansatz, der eine Vorankündigung von Veröffentlichungsterminen und die gleichzeitige Freigabe von Daten für alle interessierten Parteien vorsieht. Die Direktoren stimmten darin überein, daß es wichtig sei, die Bedingungen und Voraussetzungen zu veröffentlichen, unter denen Daten erstellt werden, sowie über die Verfahrensweisen bei Revisionen zu informieren, und die Personen innerhalb der Regierung (aber außerhalb der die Daten erstellenden Institution) zu benennen, die Zugang zu den Daten vor ihrer Freigabe haben.

Kasten 5Datenstandards des Fonds auf Einen Blick

Die Datenveröffentlichungs-Standards, die vom Direktorium erörtert wurden, zielen darauf ab, die Öffentlichkeit mit umfassenden, zeitnahen, zugänglichen und zuverlässigen wirtschaftlichen und finanziellen Statistiken in einer Welt zunehmender wirtschaftlicher und finanzieller Integration zu versorgen. Sie bestehen aus zwei Klassen: Einem allgemeinen Datenveröffentlichungs-Standards, der allen Mitgliedern eine Orientierung bei der Veröffentlichung von Daten gibt, und einen speziellen Datenveröffentlichungstandard (SDDS - Special Data Dissemination Standard), der eine Anleitung für Länder gibt, die Zugang zu den internationalen Finanzmärkten haben oder dies anstreben.

Die beiden Klassen haben die gleichen vier Kategorien, wobei der spezielle Standard für die erste Kategorie anspruchsvollere Normen setzt. Im folgenden wird ein Überblick über die vier Kategorien des SDDS gegeben, zu dessen Anwendung sich die Länder nun verpflichten können:

(1) Umfang, Periodizität und Aktualität. Der SDDS konzentriert sich auf grundlegende Daten von zentraler Bedeutung, um die wirtschaftliche Entwicklung und Politik in vier Sektoren der Wirtschaft zu erhellen:

  • Realer Sektor (BIP, Produktion, Beschäftigung und Preise);
  • staatlicher Sektor (Staatsdefizite und ihre Bestimmungsfaktoren);
  • Finanzsektor (Geldmengen, Kreditaggregate und damit verbundene Variable) und
  • externer Sektor (Währungsreserven, Wechselkurs, Verschuldung, Handels- und Zahlungsbilanz).

Der SDDS schreibt den notwendigen Mindest-Datenumfäng vor; den Ländern wird aber empfohlen, auch andere relevante Daten zu veröffentlichen (siehe Tabelle 3). Der Begriff der “Periodizität” bezieht sich auf die Häufigkeit der Erfassung und “Aktualität” auf die Schnelligkeit der Veröffentlichung (d.h. auf die Frist zwischen einem Referenzdatum und der Veröffentlichung der Daten).

(2) Zugang für die Öffentlichkeit. Rascher und gleicher Zugang zu grundlegenden Daten ist ein wesentliches Bedürfnis der Öffentlichkeit, einschließlich der Marktteilnehmer. Um dies zu unterstützen, schreibt der SDDS vor: (a) vorherige Bekanntgabe der Veröffentlichungstermine und (b) gleichzeitige Freigabe für alle interessierten Parteien.

(3) Integrität. Um den Zweck zu erfüllen, die Öffentlichkeit mit Informationen zu versorgen, müssen die offiziellen Statistiken das Vertrauen ihrer Anwender haben. Das Vertrauen in die Statistiken wiederum wird letztlich zu einer Frage des Vertrauens in die Objektivität und Professionalität der die Statistiken erstellenden Institution. Transparenz ihrer Praktiken und Verfahren ist ein Schlüsselfaktor bei der Bildung dieses Vertrauens. Um den Anwendern bei der Bewertung der Integrität zu helfen, schreibt der SDDS vor: (a) Veröffentlichung der Bedingungen und Voraussetzungen, unter denen die offiziellen Statistiken erstellt werden, einschließlich jener, die sich auf die Vertraulichkeit von statistischen Einzelangaben beziehen; (b) Bekanntgabe der Regierungsstellen, die internen Zugang zu Daten vor ihrer Veröffentlichung haben; (c) Veröffentlichung von Kommentaren der betreffenden Ministerien anläßlich der Freigabe der Statistiken und (d) Veröffentlichung von Informationen über Revisionen und vorherige Bekanntgabe wesentlicher Änderungen der Methodologie.

(4) Qualität. Obwohl die Qualität schwer zu beurteilen ist, können hier überprüfbare Hilfsindikatoren nützlich sein, die entworfen wurden, um jene Informationen zu liefern, die der Anwender zur Beurteilung der Qualität benötigt. Um die Anwender bei der Bewertung der Qualität zu unterstützen, schreibt der SDDS vor: (a) Veröffentlichung einer Dokumentation über die Methodologie und die Quellen, die bei der Erstellung der Statistiken verwendet wurden, und (b) Veröffentlichung der Teilkomponenten, Abgleichungen mit verwandten Daten und statistischen Rahmenwerken, die statistische Gegenproben erleichtern und das Vertrauen in ihre Plausibilität stärken.

Die Direktoren stimmten auch darin überein, daß sich ein Satz von Standards in irgendeiner Weise mit der Qualität der Statistiken befassen muß; sie betonten aber die inhärenten Schwierigkeiten, die dabei auftreten. Die Direktoren betonten ferner, daß der Fonds eine direkte öffentliche Bewertung oder Klassifizierung der Datenqualität vermeiden solle, und unterstützten den Ansatz, sich mit der Datenqualität durch überwachbare Hilfsindikatoren zu befassen. Es wurde jedoch anerkannt, daß der Fonds - falls er Informationen erhält, die darauf hindeuten, daß die veröffentlichten Daten eines teilnehmenden Mitglieds nicht im Einklang mit den Verpflichtungen nach dem vereinbarten Standard stehen - diese Frage mit dem Mitglied erörtern muß.

Elektronische Informationstafel

Ein wesentliches Merkmal der Umsetzung des speziellen Standards ist eine elektronische Informationstafel - die Datenstandards-Informationstafel (DSBB - Data Standards Bulletin Board), die vom Fonds im Rahmen des World Wide Web im Internet unterhalten wird. Die Informationstafel wird die Namen der Länder veröffentlichen, die sich verpflichtet haben, den SDDS zu erfüllen, relevante Metadaten bereitstellen und die Anwender darüber informieren, wo sie Daten für einzelne Länder erhalten können. Die Direktoren stimmten darin überein, daß die Metadaten, die von den Ländern bereitgestellt werden, die den speziellen Standard einfuhren, sobald wie möglich in der Übergangsperiode durch die Informationstafel öffentlich zugänglich gemacht werden sollen; im April erzielten die Direktoren Einvernehmen, daß die DSBB für den Anwenderkreis Ende August eröffnet werden sollte.

Die Direktoren vertraten im wesentlichen die Auffassung, daß die elektronische Verbreitung der Daten einzelner Länder, und nicht nur ihrer Metadaten, durch den Fonds höchst wünschenswert sei, und sie baten den Mitarbeiterstab, spezifische Vorschläge zu erarbeiten, wie dies erleichtert werden könne. Die Möglichkeit des kommerziellen Vertriebs solle untersucht werden. Die meisten Direktoren erklärten, daß der Zugang zur Informationstafel während der Versuchsperiode kostenfrei sein solle, aber zu einem späteren Zeitpunkt Nutzungsgebühren eingeführt werden sollten.

Die Direktoren wiesen darauf hin, daß die Glaubwürdigkeit des Standards wesentlich davon abhängen werde, ob die Informationen der Informationstafel genau und aktuell sind, und sie stimmten darin überein, daß der Fonds und die Teilnehmer an den Finanzmärkten ein starkes Interesse daran haben, daß die Einhaltung der Standards überwacht wird. Sie vertraten im allgemeinen die Auffassung, daß Länder während der Übergangsperiode nicht von der Informationstafel entfernt werden sollten, außer in Ausnahmefällen, in denen gravierend gegen die Standards verstoßen wird. Es bestand Einvernehmen, daß die Entfernung durch einen Beschluß des Direktoriums erfolgen würde, der sich auf den Rat eines Gremiums unabhängiger statistischer Experten stützen könne.

Allgemeiner Standard

Während man darin übereinstimmte, daß es zweckdienlich ist, zuerst den speziellen Standard (den SDDS) voranzubringen, betonten die Direktoren bei der Aussprache im Januar 1996, daß es angesichts der Notwendigkeit weiterer Konsultationen mit Daten-Anwendern und -Erstellern wichtig ist, die Arbeiten an dem allgemeinen Standard nicht ungebührlich zu verzögern. Dies sei erforderlich, damit alle Fondsmitglieder die Möglichkeit haben, von der Datenveröffentlichungs-Initiative zu profitieren, und nicht nur jene, die in der Lage sind, den speziellen Standard anzuwenden. Dementsprechend setzten sich die Direktoren bei ihrer Diskussion im April 1996 für Arbeiten zur Fortsetzung der Entwicklung des allgemeinen Standards ein, so daß er im Direktorium vor Ende 1996 erörtert werden kann. Sie sprachen sich auch für eine Überprüfung der Erfahrungen mit den speziellen und allgemeinen Standards bis Ende 1997 und für eine weitere Überprüfung vor dem Abschluß der Übergangsperiode Ende 1998 aus.

    Other Resources Citing This Publication