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Kapitel 8: Organisation, Mitarbeiterstab und Haushalt des IWF

Author(s):
International Monetary Fund
Published Date:
September 2000
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Im Geschäftsjahr 2000 kam es zu verschiedenen wichtigen Änderungen im Mitarbeiterstab und in der Organisation des IWF. Am bemerkenswertesten sind darunter die Änderungen in der Geschäftsleitung. Am 9. November 1999 kündigte der Geschäftsführende Direktor Michel Camdessus seine Absicht an, Anfang 2000 nach 13 Dienstjahren zurückzutreten. Dies veranlasste das Exekutivdirektorium, ein Verfahren zur Ernennung seines Nachfolgers einzuleiten, das am 23. März 2000 mit der Wahl von Horst Köhler, einem deutschen Staatsbürger, durch das Direktorium seinen Abschluss fand. Zuvor, am 14. Dezember 1999, hatte Eduardo Aninat, damals Finanzminister in Chile, für eine fünfjährige Amtszeit das Amt eines Stellvertretenden Geschäftsführenden Direktors angetreten. Er trat damit an die Stelle von Alassane D. Ouattara, der den IWF am Ende seiner Amtszeit am 31. Juli 1999 verlassen hatte.

Auf der organisatorischen Ebene wurden die internen Dienstleistungen im Geschäftsjahr 2000 in zwei Abteilungen umorganisiert, um die Planung dieser Leistungen zu erleichtern, Rationalisierungen durchzuführen, ihre Effizienz zu erhöhen und eine besondere Abteilung für Personal einzurichten. Bezüglich des Verwaltungshaushalts hielt das Exekutivdirektorium zusätzliches Personal und weitere Mittel für die Umsetzung der neuen Initiativen - die Arbeiten an verschiedenen Aspekten der Stärkung der globalen Finanzarchitektur, der Armutsbekämpfungs- und Wachstumsfazilität und an der erweiterten HIPC-Initiative für hochverschuldete arme Länder - für gerechtfertigt, da die Fähigkeit des IWF gewahrt bleiben müsse, gleichzeitig sein Kernarbeitsprogramm durchzuführen.

Organisation

Der IWF besteht aus einem Gouverneursrat, einem Exekutivdirektorium, einem Geschäftsführenden Direktor, einem Ersten Geschäftsführenden Direktor, zwei Stellvertretenden Geschäftsführenden Direktoren und einem aus internationalen Beamten bestehenden Mitarbeiterstab. Das der Institution zugrunde liegende IWF-Übereinkommen erfordert, dass die vom IWF eingestellten Mitarbeiter ein hohes Maß an Leistungsfähigkeit und professioneller Kompetenz aufweisen und dass sie die vielfältige Mitgliedschaft der Organisation widerspiegeln.

Exekutivdirektorium

Das aus 24 Mitgliedern bestehende Exekutivdirektorium des IWF führt als ständiges Entscheidungsgremium die Tagesgeschäfte der Institution. Im Jahre 1999 trat das Direktorium zu 137 regulären Sitzungen, 6 Seminaren und 6 informellen Sitzungen zusammen. Die Arbeit des Exekutivdirektoriums beruht hauptsächlich auf Dokumenten, die von der IWF-Geschäftsleitung und vom Mitarbeiterstab angefertigt werden. Im Jahre 1999 widmete das Direktorium 59 % seiner Zeit länderbezogenen Angelegenheiten (Konsultationen nach Artikel IV sowie Überprüfungen und Entscheidungen über IWF-Kreditvereinbarungen), 29 % seiner Zeit der multilateralen Überwachung und wirtschaftspolitischen Themen (Weltwirtschaftsausblick, Entwicklung auf den internationalen Kapitalmärkten, Finanzierungsmittel des IWF, Architektur des internationalen Währungssystems, Schuldensituation und Fragen im Zusammenhang mit den IWF-Kreditfazilitäten und der Programmgestaltung) und seine übrige Zeit Verwaltungs- und anderen Angelegenheiten.

Abteilungen

Der IWF-Mitarbeiterstab gliedert sich hauptsächlich in Abteilungen für länder- (oder regionen-) bezogene Aufgaben, für funktionsbezogene Bereiche, für Informationsarbeit und Verbindungsbüros sowie für unterstützende Leistungen (Schaubild 8.1). Die Abteilungen werden von Direktoren geleitet, die dem Geschäftsführenden Direktor unterstellt sind.

Schaubild 8.1Organigramm des IWF

Hinweis: Organisationsaufbau mit Stand am 30. April 2000.

1 Dem Büro des Geschäftsführenden Direktors angegliedert.

Länderabteilungen

Sechs Länderabteilungen - Afrika, Asien und Pazifik, Europa I, Europa II, Naher Osten und Westliche Hemisphäre - berichten der Geschäftsleitung und dem Exekutivdirektorium über die wirtschaftliche Entwicklung und die Wirtschaftspolitik in den Ländern ihrer Region. Ihre Mitarbeiter sind zudem dafür verantwortlich, Einvernehmen über Kreditvereinbarungen zur Inanspruchnahme von IWF-Mitteln zu erzielen und die Fortschritte unter IWF-gestützten Anpassungsprogrammen zu überprüfen. Zusammen mit den zuständigen Fachabteilungen stellen sie den Mitgliedsländern wirtschaftspolitische Beratung und technische Hilfe zur Verfügung, und sie stehen in ständigem Kontakt mit regionalen Organisationen und multilateralen Institutionen in ihren geographischen Gebieten. Die Länderabteilungen leisten durch direkte Kontakte mit den Mitgliedsländern und mit Unterstützung von Mitarbeitern aus den entsprechenden Fachabteilungen den Hauptteil der bilateralen Überwachungsarbeit des IWF. Außerdem sind 75 Mitarbeiter aus den Länderabteilungen verschiedenen Mitgliedsländern als örtliche Vertreter des IWF zugewiesen (siehe Kasten 8.1).

Fachabteilungen und Abteilungen für besondere Dienstleistungen

Die Abteilung Fiskalpolitik ist für Angelegenheiten im Zusammenhang mit den öffentlichen Finanzen der Mitgliedsländer verantwortlich. Sie beteiligt sich an Missionen der Regionalabteilungen zu fiskalpolitischen Fragen, überprüft die fiskalischen Aspekte der wirtschaftspolitischen Beratung des IWF sowie der fondsgestützten Anpassungsprogramme und leistet technische Hilfe auf dem Gebiet der öffentlichen Finanzen. Sie führt zudem wissenschaftliche und wirtschaftspolitische Untersuchungen zu fiskalpolitischen Fragestellungen sowie zu den Themen Einkommensverteilung und Armut, soziale Sicherungsnetze, staatliche Ausgabenpolitik und Umwelt durch.

Kasten 8.1Örtliche Vertreter des IWF

Ende April 2000 hatte der IWF insgesamt 75 örtliche Vertreter in 79 Mitgliedsländern in Afrika, Asien, Europa, im Nahen Osten und in der Westlichen Hemisphäre. Diese Vertretungen, die üblicherweise von einem einzigen Mitarbeiter wahrgenommen werden, verstärken die wirtschaftspolitische Beratung durch den IWF und werden oft im Zusammenhang mit einem IWF-gestützten Anpassungsprogramm eingerichtet. Die Vertreter, die in den meisten Fällen einen guten Zugang zu wichtigen nationalen Regierungsvertretern haben, können die Qualität der Länderarbeit des IWF maßgeblich beeinflussen. Die örtlichen Vertreter machen den IWF und das Gastland vor allem frühzeitig auf mögliche Politikabweichungen aufmerksam und unterstützen das Programm vor Ort. Sie können außerdem eine aktive Rolle im Hinblick auf die Einflussmöglichkeiten des IWF in den Mitgliedsländern spielen. Die örtlichen Vertreter unterstützen die Länder bei der Erstellung ihrer Armutsbekämpfungs-Strategien (siehe Kapitel 5): sie nehmen an den im Land geführten Beratungen über die Strategie teil und tragen dabei die Einschätzung des IWF vor. Sie unterstützen die Überwachung der Strategieumsetzung, wobei sie mit verschiedenen Regierungsstellen, den gesellschaftlichen Gruppen, Spendern und anderen Beteiligten zusammenarbeiten.

Das IWF- Institut bildet Beamte der Mitgliedsländer, insbesondere aus Entwicklungsländern, auf Gebieten wie der Ausarbeitung und Umsetzung geld- und fiskalpolitischer Anpassungsprogramme, der Außenwirtschaftspolitik, der Zahlungsbilanzstatistik und -analyse, der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung und der Finanzstatistik sowie den öffentlichen Finanzen aus.

Die Abteilung Recht berät die Geschäftsleitung, das Direktorium und den Mitarbeiterstab hinsichtlich der zu beachtenden rechtlichen Bestimmungen. Sie bereitet die meisten Entscheidungen und sonstigen rechtlichen Schritte vor, die zur Erfüllung der Aufgaben des IWF notwendig sind. Die Abteilung dient dem IWF bei Rechtsstreitigkeiten und Schiedsgerichtsverfahren als Anwalt, leistet technische Hilfe bei Gesetzesreformen, beantwortet Anfragen von nationalen Behörden sowie von internationalen Organisationen zu den Rechtsvorschriften des IWF und formuliert Rechtsauffassungen betreffend die Zuständigkeit des IWF für Wechselkursmaßnahmen und Devisenbeschränkungen.

Die Abteilung Geld- und Wechselkurspolitik stellt den Mitgliedsländern und den Regionalabteilungen analytische und technische Unterstützung zur Verfügung, einschließlich Entwicklung und Verbreitung bewährter wirtschaftspolitischer Maßnahmen und beispielhafter Verfahren. Die Themen umfassen die Finanzsektorsysteme und deren Solidität - einschließlich der Regulierung, der Bankenaufsicht und der systemischen Umstrukturierung; der Arbeit von Zentralbanken, der Geld- und Wechselkurspolitik und deren Instrumente; sowie der Kapitalbewegungen und Wechselkursmaßnahmen und -systeme. Im Zusammenhang mit der Überwachungstätigkeit und den Anträgen auf Inanspruchnahme von IWF-Finanzhilfen prüft die Abteilung Fragen, die in ihren Zuständigkeitsbereich fallen, und stellt ihr Fachwissen bei der Beurteilung und Ausarbeitung wirtschaftspolitischer Programme zur Verfügung. Darüber hinaus leistet sie auf diesen Gebieten technische Hilfe, wobei sie die Zusammenarbeit mit den betreffenden Zentralbanken, Aufsichtsbehörden und anderen internationalen Organisationen koordiniert.

Die Abteilung Entwicklung und Überprüfung der Wirtschaftspolitik spielt üblicherweise eine Hauptrolle bei der Ausgestaltung und dem Einsatz der Finanzfazilitäten und -Operationen des IWF. In den letzten Jahren hat sie bei der Arbeit des IWF im Zusammenhang mit der Festigung der Architektur des internationalen Finanzsystems eine Führungsrolle eingenommen. Zusammen mit der Abteilung Forschung ist sie zudem federführend bei der multilateralen Überwachung, der Politikkoordinierung und der damit verbundenen Überprüfungs- und Unterstützungstätigkeit. Gemeinsam mit den Länderabteilungen trägt die Abteilung Entwicklung und Überprüfung der Wirtschaftspolitik dazu bei, für Mitgliedsländer, die IWF-Mittel in Anspruch nehmen, weitere Finanzquellen zu erschließen. Dazu zählt die Arbeit in Bezug auf die Finanzierung von Schulden und Programmen (durch den Pariser Club und internationale Banken).

Die Abteilung Forschung führt Politikanalysen und wissenschaftliche Untersuchungen auf Gebieten durch, die in Verbindung mit der Arbeit des IWF stehen. Die Abteilung spielt eine herausragende Rolle bei der Entwicklung der politischen Linie des IWF in Bezug auf das internationale Währungssystem und die Überwachung. Sie arbeitet bei der Formulierung der wirtschaftspolitischen Empfehlungen des IWF an die Mitgliedsländer mit anderen Abteilungen zusammen. Sie ist für die Herausgabe des halbjährlichen Berichts über die weltwirtschaftlichen Aussichten verantwortlich und fertigt den jährlich erscheinenden Bericht International Capital Markets über die Entwicklung an den internationalen Kapitalmärkten an. Außerdem erstellt sie Analysen für die Beratungen zum Thema der wirtschaftspolitischen Überwachung, die in der Siebenergruppe, der Zwanzigergruppe und in regionalen Gruppierungen wie der Asiatisch-pazifischen wirtschaftlichen Zusammenarbeit (APEC) erörtert werden, sowie für die Seminare des Exekutivdirektoriums über die Entwicklung in der Weltwirtschaft und an den Finanzmärkten. Die Abteilung unterhält auch Beziehungen zum Hochschulbereich und zu anderen Forschungseinrichtungen.

Die Abteilung Statistik fuhrt Datenbanken mit Wirtschafts- und Finanzstatistiken für Länder, für Regionen und für die Weltwirtschaft. Sie überprüft die Länderdaten und trägt so zur Überwachungsrolle des IWF bei. Sie ist auch für die Entwicklung statistischer Konzepte im Bereich der Zahlungsbilanz, der öffentlichen Finanzen, der Finanz- und Bankenstatistik sowie für die Erarbeitung methodologischer Handbücher zuständig. Die Abteilung stellt technische Hilfs- und Ausbildungsdienste zur Verfügung, um die Mitgliedsländer beim Aufbau ihrer statistischen Systeme zu unterstützen. Sie gibt die statistischen Veröffentlichungen des IWF heraus. Außerdem ist sie für die Entwicklung und die Einhaltung der Standards zur Veröffentlichung von Daten durch die Mitgliedsländer zuständig.

Die Abteilung Finanzen erarbeitet die Politik des IWF hinsichtlich seiner finanziellen Politikmaßnahmen und Verfahren; sie wickelt die finanziellen Operationen und Transaktionen in der Allgemeinen Abteilung, der SZR-Abteilung und den treuhänderisch verwalteten Konten ab und kontrolliert sie; sie überwacht die Ausgaben im Rahmen des Verwaltungs- und des Kapitalhaushalts und führt die IWF-Konten sowie das Rechnungswesen. Zu den Aufgaben der Abteilung gehören auch die Quotenüberprüfungen, Finanzierung und Liquidität des IWF, Kreditaufnahme, die Investitionen, die IWF-Erträge und die Durchführung von Transaktionen im Zusammenhang mit den SZR.

Information und Verbindungsbüros

Die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit erstellt die nichtstatistischen Publikationen des IWF und veröffentlicht sie. Sie stellt Informationen bereit für die Presse und die Öffentlichkeit, unterhält Kontakte zu Nichtregierungsorganisationen und parlamentarischen Gremien, entwirft Reden für die Geschäftsführung und betreut die Website des IWF (siehe auch Anhang V).

Die IWF-Büros in Asien und im pazifischen Raum, in Europa, in Genf und bei den Vereinten Nationen unterhalten enge Kontakte zu anderen internationalen und regionalen Institutionen (siehe Anhang IV).

Unterstützende Dienstleistungen

Wie im letzten Jahresbericht erwähnt, wurden die meisten Verwaltungsaufgaben des IWF mit Wirkung vom 1. Juli 1999 zu zwei neuen Abteilungen umstrukturiert:

Die neue Abteilung Technologie und allgemeine Dienste stellt eine ganze Reihe von Leistungen zur Verfügung, die für die Tätigkeit des IWF wichtig sind. Hierzu gehören Informationsdienste (Informationstechnologie, Telekommunikation, Dokumentenverwaltung und Bibliotheksdienste), Hausdienste und allgemeine Verwaltungsdienste (Hausverwaltung, Bauvorhaben, Reisestelle, graphisches Design und Beschaffungsdienste) und Sprachendienste (Übersetzung, Dolmetschen und fremdsprachliche Veröffentlichungen). Die Zusammenfassung dieser Dienste in einer Abteilung erleichtert die Planung im Hinblick auf die künftigen Anforderungen an den IWF. Sie erhöht die Leistungsfähigkeit durch den Abbau von Doppelarbeit in ähnlichen Bereichen und trägt dazu bei, gemeinsame Verfahren zur Erfassung und Bewertung von Dienstleistungen zu entwickeln und anzuwenden. Sie ermöglicht dadurch eine sachkundigere Einschätzung und Abwägung bei den Entscheidungen über Haushaltsmittel zur Deckung des Bedarfs an Dienstleistungen.

Die neue Abteilung Humanressourcen hat die gleiche Struktur wie die frühere Personalabteilung: ein Direktionsbüro und vier Referate, die sich mit Neueinstellungen, Personalentwicklung, Zusatzleistungen und Vergütung und Stelleneinstufung befassen. Der IWF sieht sich in der kommenden Zeit der großen Herausforderung gegenüber, einen straffen, hochmotivierten, gut ausgebildeten und vielfältigen Mitarbeiterstab an sich zu binden, der die Anforderungen seiner Mitgliedsländer erfüllt. Die Schaffung einer eigenständigen Abteilung Humanressourcen bietet eindeutige Vorteile, indem sie der neuen Abteilung ermöglicht, sich ausschließlich auf den wichtigen Faktor der Humanressourcen zu konzentrieren.

Die Abteilung Sekretariat organisiert die Arbeit der leitenden Gremien des IWF und stellt ihnen Sekretariatsdienste zur Verfügung. Sie unterstützt die Geschäftsleitung vor allem bei der Vorbereitung und Koordinierung des Arbeitsprogramms des Exekutivdirektoriums und anderer offizieller Gremien. Dazu zählt auch die Terminplanung und die Unterstützung bei der Durchführung der Direktoriumssitzungen. In Zusammenarbeit mit der Weltbank organisiert die Abteilung auch die Jahrestagungen.

Die Büros und Sekretariate des IWF sind für die interne Prüfung und Bewertung, für Arbeitsabläufe, Haushaltsangelegenheiten, technische Hilfe und für Investitionen im Rahmen des Pensionsplans der Mitarbeiter verantwortlich.

Mitarbeiterstab

Die vom Geschäftsführenden Direktor ernannten Mitarbeiter sind ausschließlich dem IWF gegenüber verantwortlich, und ihre Leistungsfähigkeit sowie ihr Fachwissen sollen den „höchsten Ansprüchen” genügen. Die Vielfalt des Mitarbeiterstabes soll die Mitgliedschaft widerspiegeln, und es soll „besonderes Augenmerk auf die Notwendigkeit gerichtet werden, Personal aus einem möglichst breiten geographischen Hintergrund zu einzustellen”. Aus diesem Grund und um die Kontinuität und das institutionelle Gedächtnis zu schaffen, die zur Aufrechterhaltung einer guten und engen Arbeitsbeziehung zu den Mitgliedsländern erforderlich sind, sieht die Einstellungspolitik des IWF die Einstellung und längerfristige Bindung eines Korps von internationalen Beamten vor, die daran interessiert sind, ihre gesamte berufliche Laufbahn oder doch einen wesentlichen Teil davon beim IWF zu verbringen. Gleichzeitig erkennt der IWF aber - angesichts des sich ändernden Arbeitsmarktes und des Nutzens neuer Sichtweisen - die Vorteile, die befristete Beschäftigungsverhältnisse und die Einstellung von Fachkräften mit mehrjähriger Berufserfahrung bieten. Zudem sprechen geschäftspolitische Gründe bei einer Reihe von Fähigkeiten und Tätigkeiten, die hauptsächlich mit den neuen Technologien, mit bestimmten Dienstleistungen und mit hochspezialisierten volkswirtschaftlichen Kenntnissen zusammenhängen, für befristete Einstellungen oder Vergabe außerhalb des IWF.

Am 31. Dezember 1999 hatte der IWF 2297 Beschäftigte: davon waren 693 Stabsassistenten und 1604 Fachkräfte (etwa zwei Drittel davon waren Volkswirte). Zusätzlich verfügt der IWF über 444 Angestellte mit befristetem Arbeitsvertrag, zu denen Sachverständige, Berater und andere vorübergehende Stabsmitarbeiter gehören, die aus Sondermitteln entlohnt werden. Von den 182 Mitgliedsländern waren 127 im Mitarbeiterstab vertreten. (Siehe unter “Diversity-Management”.)

Im Geschäftsjahr 2000 wurden insgesamt 3082 Personenjahre geleistet, verglichen mit 3006 im Geschäftsjahr 1999. Die Zahl für 2000 enthielt 2069 normale Personenjahre (1999 1.990), die durch 2728 Personenjahre (1999 2.641) aus anderen Quellen, darunter die Mitarbeiter im Einstiegsprogramm für Volkswirte, Überstunden, nicht fest angestelltes und sonstiges zeitweiliges Personal ergänzt wurden. Des weiteren entfielen 233 Personenjahre auf die Büros der Exekutivdirektoren (wie 1999) sowie 121 Personenjahre auf extern finanzierte Sachverständige im Bereich der technischen Hilfe und dazugehörige Mittel (1999 132).

Für das Geschäftsjahr 2001 billigte das Exekutivdirektorium eine Aufstockung um 108 neu genehmigte Stabsstellen.

Einstellungen und Beschäftigungsdauer

Im Verlauf des Jahres 1999 begannen 218 neue Mitarbeiter ihren Dienst bei der Organisation (104 Volkswirte, 41 Mitarbeiter als Fachkräfte und in Führungspositionen in besonderen Laufbahnen und 73 Stabsassistenten) - eine Zunahme um 48, verglichen mit den 170 Mitarbeitern, die 1998 neu eingestellt wurden. Von den Neueinstellungen des Jahres 1999 hatten 67 Volkswirte eine längere berufliche Erfahrung und 37 begannen das Einstiegsprogramm für Volkswirte. Dabei handelt es sich um ein zweijähriges Programm, dessen Zweck darin besteht, die „Neueinsteiger” unter den Volkswirten mit der Arbeit des IWF vertraut zu machen, indem sie zwei verschiedenen IWF-Abteilungen jeweils für 12 Monate zugeordnet werden. Die Bewerber für das Einstiegsprogramm für Volkswirte arbeiten in der Regel noch an ihrer Dissertation im Bereich Makroökonomie oder in einem verwandten Gebiet, oder sie haben ihr Studium bereits abgeschlossen und weisen ein oder zwei Jahre Berufserfahrung auf. Teilnehmern des Einstiegsprogramms für Volkswirte, die während der zwei Jahre gute Leistungen erbringen, wird ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis angeboten.

Im Jahresverlauf 1999 haben 128 Mitarbeiter die Organisation verlassen. Die Abgangsrate in den Fachund Leitungsstufen ging im Jahre 1999 von den hohen Werten von 8,1 % (122 Mitarbeiter) im Jahre 1998 und 7,0 % (104 Mitarbeiter) im Jahre 1997 auf 5,9 % (92 Mitarbeiter) zurück. Die Gründe für die hohen Personalabgänge in den Jahren 1997 und 1998 waren vor allem eine plötzliche deutliche Zunahme der Kündigungen von Volkswirten, die ein neues Beschäftigungsverhältnis bei Unternehmen im privaten Finanzsektor eingingen; außerdem trat eine Reihe von Volkswirten, zum Teil unter Ausnutzung von Anreizen zur Pensionierung, in den Ruhestand. Die Abgangsrate in den Fach- und Leitungsstufen kehrte dann 1999 zu ihrem mittelfristigen Durchschnittswert von 5,2 % (ohne 1997 und 1998) zurück.

IWF-Mitarbeiter unter Stress

Übermäßiger, durch die Arbeit hervorgerufener Stress hat im IWF-Stab in den letzten Jahren als Folge sowohl externer als auch interner Anforderungen stetig zugenommen. Zu den internen Faktoren für Stress gehören die folgenden: Leistungsdruck, die Notwendigkeit einer besseren Verwaltung der Humanressourcen und das Unvermögen, zusätzliches Personal bereitzustellen - oder neue Prioritäten für die laufenden Aufgaben zu setzen -, wenn dem Arbeitsprogramm zusätzliche Pflichten hinzugefügt werden. Am auffallendsten unter den externen Faktoren ist die ständige Zuweisung neuer Aufgaben an den IWF, die notwendig werden, um die Organisation dem sich wandelnden weltwirtschaftlichen Umfeld anzupassen.

Die Direktoren haben ihre Besorgnis über den starken Arbeitsdruck im IWF geäußert, und Ende 1999 legte eine von der Geschäftsleitung eingesetzte Arbeitsgruppe Stress einen Bericht vor, in dem praktische Vorschläge zur Verringerung des negativen Stresses enthalten sind. Darüber hinaus schloss das IWF-Büro für interne Revision und Inspektion im März 2000 eine Überprüfung der Personalführung in den IWF-Abteilungen ab. Schließlich schlug eine Untersuchung des Personalvertretungs-Ausschusses des IWF Maßnahmen vor, um den Stress abzubauen, der mit der Teilnahme der Mitarbeiter an den Missionen in die Mitgliedsländer verbunden ist. Auf der Grundlage dieser Empfehlungen erarbeitete die Abteilung Humanressourcen einen umfassenden Rahmenplan zur Einführung und Überwachung stressverringernder Maßnahmen:

  • Klarere Abgrenzung der Arbeit in der Institution als Ganzes;
  • Ermittlung neuer Wege, das Arbeitsprogramm des IWF aufzustellen sowie Prioritäten zu setzen und sicherzustellen, dass die Abteilungen über ausreichendes Personal zur Bewältigung der Arbeitsanforderungen verfügen;
  • Verbesserung des Führungsstils, was bedeuten würde, in den Abteilungen zusätzliche Mitarbeiter und Finanzmittel für Fachpersonal, ein Arbeitsprogramm und die Budgetierung einzusetzen sowie die Weiterbildung der Führungskräfte im IWF auf ein Niveau anzuheben, das anderswo vorzufinden ist;
  • flexiblere Arbeitseinteilung; sowie
  • den Mitarbeitern mehr Informationen über Stressabbau zukommen zu lassen.

Gehaltsstruktur

Um die benötigten Mitarbeiter zu bekommen und auch zu halten, hat der IWF ein Entlohnungs- und Sozialleistungssystem entwickelt, das wettbewerbsfähig sein soll, gute Leistungen belohnt und die besonderen Bedürfnisse eines multinationalen und überwiegend aus dem Ausland stammenden Mitarbeiterstabs berücksichtigt. Die Gehaltsstruktur des IWF wird jährlich überprüft und, wenn erforderlich, auf der Grundlage eines Vergleichs mit den Gehältern ausgewählter privater Finanz- und Industrieunternehmen sowie von Organisationen des öffentlichen Sektors in den Vereinigten Staaten, Frankreich und Deutschland angepasst. Auf der Grundlage aktualisierter Untersuchungen der Vergleichsgehälter wurde die Gehaltsstruktur im Geschäftsjahr 2000 um 4,1 % angehoben, und das Direktorium hat für 2001 eine Erhöhung um 4,5 % gebilligt (siehe Tabelle 8.1 zur Gehaltsstruktur des IWF-Stabs).

Tabelle 8.1IWF-Gehaltsstruktur, mit Wirkung vom 1. Mai 20001(In US-Dollar)
Gehalts-

stufe
Bereich

Minimum
Bereich

Maximum
Stellenbezeichnung
A120 39030 590Fahrer
A222 84034 240Stabsassistent (Bibliothek)
A325 56038 340Stabsassistent (Büro)
A428 63042 970Stabsassistent (Sekretariat, Anfangsgehalt)
AS32 11048 130Stabsassistent (Sekretariat, Berufserfahrung)
A635 89053 870Leitender Sekretariatsassistent, Sonstige Assistenten (z. B. Redaktion, Computersysteme, Humanressourcen)
A740 25060 370Forschungsassistent, Verwaltungsassistent
A845 08067 620Leitender Verwaltungsassistent (z. B. Buchführung, Humanressourcen)
A947 94071 920Bibliothekar, Übersetzer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Bediensteter für Humanressourcen
A1055 14082 700Finanzbuchhalter, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Mitarbeiter für Verwaltungsangelegenheiten
A1163 32095 000Volkswirt (Dr.-Einstiegsebene), Rechtsanwalt, Fachkraft (z. B. Buchführung, Computersysteme, Humanressourcen)
A1270 920106 360Volkswirt, Rechtsanwalt, Fachkraft (z. B. Buchführung, Computersysteme, Humanressourcen)
A1379 440119 120Volkswirt, Rechtsanwalt, Fachkraft (z. B. Buchführung, Computersysteme, Humanressourcen
A1488 950133 450Stellvertretender Referatsleiter, Leitender Volkswirt
A15/B1100 530150 810Referatsleiter, Stellvertretender Referatsleiter
B2115 900168 140Referatsleiter
B3137 720179 020Beigeordneter Abteilungsdirektor, Berater
B4160 490200 590Stellvertretender Abteilungsdirektor, Leitender Berater
B5188 990226 850Abteilungsdirektor

Die obige Gehaltsstruktur für die IWF-Mitarbeiter zielt darauf ab, international konkurrenzfähig zu sein, um es dem IWF zu ermöglichen, hochqualifizierte Mitarbeiter aus allen Mitgliedsländern anzuziehen. Die Gehälter werden jährlich durch das Exekutivdirektorium überprüft. Sie stehen im Einklang mit den Gehältern für vergleichbare Gehaltsstufen und Stellen in Finanz- und Industrieunternehmen des Privatsektors sowie in repräsentativen öffentlichen Institutionen, hauptsächlich in den USA. Da die IWF-Bediensteten mit Ausnahme von US-Bürgern normalerweise keine Einkommenssteuer auf ihre IWF-Vergütung bezahlen müssen, werden die Gehälter im Nettobetrag festgelegt, der im Allgemeinen dem Nettogehalt der Beschäftigten - nach Abzug der Steuern - der öffentlichen und privaten Unternehmen, von denen die IWF-Gehälter abgeleitet werden, entspricht.

Die obige Gehaltsstruktur für die IWF-Mitarbeiter zielt darauf ab, international konkurrenzfähig zu sein, um es dem IWF zu ermöglichen, hochqualifizierte Mitarbeiter aus allen Mitgliedsländern anzuziehen. Die Gehälter werden jährlich durch das Exekutivdirektorium überprüft. Sie stehen im Einklang mit den Gehältern für vergleichbare Gehaltsstufen und Stellen in Finanz- und Industrieunternehmen des Privatsektors sowie in repräsentativen öffentlichen Institutionen, hauptsächlich in den USA. Da die IWF-Bediensteten mit Ausnahme von US-Bürgern normalerweise keine Einkommenssteuer auf ihre IWF-Vergütung bezahlen müssen, werden die Gehälter im Nettobetrag festgelegt, der im Allgemeinen dem Nettogehalt der Beschäftigten - nach Abzug der Steuern - der öffentlichen und privaten Unternehmen, von denen die IWF-Gehälter abgeleitet werden, entspricht.

Bezüge der Geschäftsführung

Mitte 1999 setzte das Exekutivdirektorium eine Arbeitsgruppe für die Bezüge der Geschäftsführung ein, um mögliche Änderungen bei den Regelungen zur Festlegung der Bezüge des Geschäftsführenden Direktors des IWF zu prüfen und in Betracht zu ziehen. Den Vorsitz in der Arbeitsgruppe übernahm Thomas A. Bernes. Weitere Mitglieder waren die Exekutivdirektoren Sulaiman M. Al-Turki, Roberto F. Cippa, Riccardo Faini, Stephen Pickford und Hernan Oyarzabal.

Die Einrichtung der Arbeitsgruppe war zurückzuführen auf die Sorge, dass das herrschende Verfahren, in dem die Bezüge der vier Geschäftsführungspositionen voneinander getrennt und zu verschiedenen Zeitpunkten festgelegt werden, es den Exekutivdirektoren nicht erlaubt, einen umfassenden Überblick über die Entlohnung der Geschäftsführung und der Mitarbeiter zu gewinnen oder auf Dauer eine angemessene und schlüssige Struktur in den Bezügen der Geschäftsführung festzulegen. Zudem waren die Einzelbestandteile der Bezüge des Geschäftsführenden Direktors - das Grundgehalt und die Entschädigung für den Repräsentationsaufwand - unausgewogen geworden, wodurch die Aufwandsentschädigung einen zu großen Anteil an den Gesamtbezügen erhielt.

Die Vorschläge der Arbeitsgruppe wurden vom Exekutivdirektorium im März 2000 erörtert. Das Direktorium billigte den Vorschlag der Arbeitsgruppe, die Gesamtbezüge des neuen Geschäftsführenden Direktors, Horst Köhler, in Höhe von 363.660 $ - der gleiche Betrag wie für seinen Vorgänger Michel Camdessus - beizubehalten. Die Gesamtbezüge bestehen aus einem Gehalt in Höhe von 308.460 $ und einer Aufwandsentschädigung von 55.200 $, was eine Verringerung gegenüber der Aufwandsentschädigung des früheren Geschäftsführenden Direktors und einen entsprechenden Anstieg des Gehaltes widerspiegelt. Diese Beträge werden während der fünfjährigen Amtszeit durch jährliche Anpassungen real konstant gehalten.

Um die Verantwortung der einzelnen Geschäftsführungspositionen und das Verhältnis zwischen der Gehaltsstruktur der Geschäftsleitung und der des Mitarbeiterstabs angemessen widerzuspiegeln, gilt ab 1. Mai 2000 folgende Gehaltsstruktur für die Geschäftsleitung:1

Geschäftsführender Direktor308.460 $
Erster Stellv. Geschäftsführender Direktor257.050 $
Stellv. Geschäftsführende Direktoren244.810 $

Die neue Gehaltsstruktur für die Geschäftsführung wird einer Kombination von regelmäßigen strukturellen Überprüfungen durch das Exekutivdirektorium und von jährlichen Anpassungen unterworfen. Sie wird unabhängig festgelegt und ist nicht formal an die Bezüge in anderen internationalen Organisationen gebunden.

Gleichzeitig mit der Zustimmung zu dem Vertrag mit dem neuen Geschäftsführenden Direktor billigte das Direktorium weitere Empfehlungen der Arbeitsgruppe, so u. a. die Notwendigkeit einer größeren öffentlichen Transparenz in den Bezügen der Geschäftsführung. Deshalb werden, mit dieser Ausgabe beginnend, Einzelheiten zu den Gesamtbezügen der IWF-Geschäftsleitung in den Jahresbericht des IWF aufgenommen.

Bezüge des Exekutivdirektoriums

Auf Empfehlung des Ausschusses des Gouverneursrates für die Bezüge der Exekutivdirektoren billigten die Gouverneure mit Wirkung vom 1. Juli 1999 eine Erhöhung der Bezüge der Exekutivdirektoren um 3,5 % und der Bezüge der Stellvertretenden Exekutivdirektoren um 4,1 %. Die Bezüge der Exekutivdirektoren belaufen sich auf 160.630 $. Sie bestehen aus einem Gehalt in Höhe von 151.630 $ und einer ergänzenden Aufwandsentschädigung in Höhe von 9.000 $. Die Bezüge der Stellvertretenden Exekutivdirektoren betragen 138.140 $ und setzen sich aus einem Gehalt von 130.940 $ und einer ergänzenden Aufwandsentschädigung in Höhe von 7.200 $ zusammen.2

Diversity-Management

Das Exekutivdirektorium bezeichnete mit Nachdruck die Vielfalt in der Zusammensetzung des Mitarbeiterstabes als wichtigen Aktivposten zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit des IWF als internationale Institution. Der Diversity-Berater des IWF, der dem Geschäftsführenden Direktor direkt unterstellt ist, hat eine Reihe von Initiativen und Indikatoren entwickelt, um die Nationalitäten- und Geschlechterverteilung (siehe Tabellen 8.2 und 8.3) sowie das Diversitäts-Management innerhalb der Organisation zu stärken und zu überprüfen. In enger Zusammenarbeit mit den Abteilungen beschreibt der Sonderberater die Notwendigkeit und die Möglichkeiten für die Förderung der Vielfalt und die Umsetzung von Aktionsplänen auf Abteilungsebene, die seit 1996 jährlich erstellt und überwacht werden. Im Geschäftsjahr 2000 haben die Abteilungen diese Pläne weiterhin umgesetzt. Sie umfassen in der Regel Maßnahmen zur Gewährleistung der Gleichheit bei Einstufungen und Gehältern, Initiativen im Bereich der Einstellungen und der Beförderungen, Orientierungs- und Betreuungsprogramme für neue Mitarbeiter, Schritte zur Verbesserung der Kommunikation und zur Erhöhung der Transparenz der Informationen sowie die Förderung von familienfreundlichen Arbeitsbedingungen.

Tabelle 8.2Verteilung der Nationalitäten des Fachpersonals nach Gebieten(Prozent)
Gebiet1198019901999
Afrika3,85,85,7
Asien12,312,714,7
Japan1,41,91,6
Sonstige10,910,813,1
Europa39,535,134,3
Deutschland3,74,35,0
Frankreich6,95,54,7
Italien1,71,42,8
Vereinigtes Königreich8,28,06,6
BRS-Länder21,4
Sonstige19,015,913,8
Naher Osten5,45,55,6
Westliche Hemisphäre39,141,039,7
Kanada2,62,83,9
Vereinigte Staaten25,925,925,2
Sonstige10,612,310,6
Insgesamt100,0100,0100,0

Die Gebiete werden entsprechend der Verteilung der Länder auf die einzelnen Länderabteilungen des IWF definiert. Das Gebiet Europa enthält Länder aus den beiden Europa-Abteilungen des IWF (Europa I und II). Das Gebiet Naher Osten enthält Länder in Nordafrika.

Die Baltischen Staaten, Russland und sonstige Länder der ehemaligen Sowjetunion.

Die Gebiete werden entsprechend der Verteilung der Länder auf die einzelnen Länderabteilungen des IWF definiert. Das Gebiet Europa enthält Länder aus den beiden Europa-Abteilungen des IWF (Europa I und II). Das Gebiet Naher Osten enthält Länder in Nordafrika.

Die Baltischen Staaten, Russland und sonstige Länder der ehemaligen Sowjetunion.

Außerdem misst der IWF Personalführungskenntnissen bei der Beurteilung der Leistungen der Vorgesetzten sowie bei Entscheidungen über Beförderungen, die gerade für eine Institution mit einem heterogenen Mitarbeiterstab von besonderer Bedeutung sind, ein größeres Gewicht bei.

Die Fortschrittsberichte der Abteilungen, die dem Geschäftsführenden Direktor jährlich vorgelegt werden, zeigten im Geschäftsjahr 2000 eine stetige Verbesserung in der Anerkennung der Bedeutung einer vielfältigen Zusammensetzung des Mitarbeiterstabes, in der systematischen Vorgehensweise und im Führungsverhalten. In folgenden Bereichen wurden Fortschritte erzielt: Einstellung, Beförderung und Gesamtbeteiligung unterrepräsentierter Mitarbeitergruppen sowie der Gruppen, bei denen zuvor im Verhältnis zu anderen ungleiche Aufstiegsmöglichkeiten festgestellt worden waren. Diese günstigen Entwicklungen zeigten sich vor allem bei den jüngeren Mitarbeitern. Nur durch stetige Bemühungen wird sich die Struktur auf den Führungsebenen verbessern lassen. Eine ausreichende Vielfalt im Mitarbeiterstab einer Institution zu verwirklichen, die Beschäftigungsverhältnisse über die gesamte berufliche Laufbahn anstrebt, ist ein Ziel, das sich verständlicherweise erst nach längerer Zeit erreichen lässt.

Verwaltungs- und Kapitalhaushalt

Der Verwaltungs- und Kapitalhaushalt des IWF wird jeweils im Zusammenhang mit der jährlich stattfindenden Überprüfung der gleitenden drei- und fünfjährigen mittelfristigen Haushaltspläne durch das Exekutivdirektorium erörtert. Im Vorfeld der Jahrestagungen vom Herbst 1999 erörterte und billigte das Exekutivdirektorium verschiedene neue Politikmaßnahmen, die dann vom Internationalen Währungs- und Finanzausschuss bestätigt wurden. Die wichtigsten neuen Initiativen, die dem Aufgabenbereich des IWF hinzugefügt wurden, sind:

  • die Einführung von Strategiedokumenten zur Armutsbekämpfung (PRSPs) als Grundlage für Vorzugsdarlehen im Rahmen der Armutsbekämpfüngs- und Wachstumsfazilität (die die Erweiterte Strukturanpassungsfazilität ersetzte); sowie die Erweiterung der gemeinsamen HIPC-Initiative von Weltbank und IWF;
  • das Programm zur Bewertung des Finanzsektors, das ebenfalls gemeinsam mit der Weltbank eingeführt wurde; sowie
  • die Arbeiten an internationalen Standards und Kodizes, die unter der aktiven Beteiligung von internationalen Organisationen - einschließlich der Weltbank - und einer Reihe anderer Normierungsorganisationen durchgeführt werden.

Zudem stellten die Exekutivdirektoren fest, dass in einigen traditionellen Bereichen der IWF-Tätigkeit eine Erweiterung notwendig ist, so u. a. bei der Überwachungstätigkeit, bei der technischen Hilfe und in der Öffentlichkeitsarbeit.

Der Fünfjahresplan für den Kapitalhaushalt stand weiterhin im Einklang mit der Strategie, bereits genehmigte größere Bauvorhaben (siehe unten) fortzusetzen und abzuschließen sowie andere Anlageinvestitionen fortzuführen, die zu Kosteneinsparungen führen - oder erforderlich sind, um städtebauliche Bestimmungen einzuhalten oder vorhandene Gebäude und deren Einrichtungen zu erhalten.

Mittelfristige Pläne

Angesichts der umfassenden neuen Initiativen stellte die Aufstellung eines mittelfristigen Rahmenplans für den IWF eine schwierige Aufgabe dar, da die Größenordnung der zusätzlichen Mittel, die in naher Zukunft erforderlich sind, auf Grund der Unsicherheit der folgenden Jahre nur schwer festgelegt werden kann. Die Planungen begannen Anfang November 1999 mit einer Reihe von Sitzungen des Haushaltsausschusses, der die mittelfristigen Pläne und die Haushaltsauswirkungen einer Reihe von Initiativen, die bereits grundsätzlich gebilligt waren und die sich in einem frühen Stadium ihrer Umsetzung befanden, erörterte. Der Planungsprozess fand seinen Höhepunkt in Direktoriumssitzungen im Januar und Februar 2000, in denen die Exekutivdirektoren übereinkamen, dass zusätzliche Mitarbeiter und Sachausgaben gerechtfertigt sind, damit die neuen Initiativen ohne eine weitere Erhöhung der Arbeitsbelastung der vorhandenen Mitarbeiter umgesetzt werden können. Angesichts der Unsicherheit, die die weltwirtschaftliche Lage kennzeichnet, und der Schwierigkeit bei der Schätzung des Mittelbedarfs für die neuen Tätigkeiten konzentrierten sich die Exekutivdirektoren auf den unmittelbar bevorstehenden Zeitraum. Vor diesem Hintergrund ergeben sich die wesentlichen Haushaltsziele des IWF für das Geschäftsjahr 2001:

  • Wahrung und Ausweitung der Fähigkeit, die Kernaufgaben des IWF zu erfüllen - nämlich Überwachung, Kreditgewährung und technische Hilfe.
  • Ausreichende Ausstattung der Organisation, damit sie sowohl die neuen und erweiterten Aufgaben erfüllen kann, die zur Funktionsverbesserung des internationalen Finanzsystems erforderlich sind, - insbesondere die Erhöhung der Transparenz und die Verbesserung der Kommunikation des IWF mit seinen Mitgliedsländern, mit den Märkten und mit anderen Stellen, die Förderung der Solidität des Finanzsektors sowie der Transparenz in der Geld- und Fiskalpolitik; Standards und Datenveröffentlichung - als auch eine wichtige Rolle bei der Förderung von Wachstum und Armutsbekämpfüng in den armen Ländern, die für die erweiterte HIPC-Initiative und für die Armutsbekämpfungs- und Wachstumsfazilität in Frage kommen, spielen kann.
  • Zur weiteren Erhöhung der Wirksamkeit und Effizienz der IWF-internen Arbeitsabläufe angesichts wachsender Anforderungen: Straffung der internen Verfahren, wenn möglich durch Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, und eine verbesserte Steuerung der Arbeitsbelastung im Mitarbeiterstab.
Tabelle 8.3Verteilung des Personals nach Geschlecht
1980199019991
PersonalAnzahlProzentAnzahlProzentAnzahlProzent
Gesamtes Personal
Insgesamt1 444100,01 774100,02 2751100,0
Frauen67646,882746,61 06046,6
Männer76853,294753,41 21553,4
Personal in Unter-stützungsfunktionen
Insgesamt613100,0642100,06851100,0
Frauen49280,354084,158685,5
Männer12119,710215,99914,5
Fachpersonal
Insgesamt646100,0897100,01 2721100,0
Frauen17326,827430,543634,3
Männer47373,262369.583665,7
Volkswirte
Insgesamt362100,0529100,0814100,0
Frauen4211,67013417321,3
Männer32088,445986,864178,7
Spezialisierte Laufbahnen
Insgesamt284100,0368100,0458100,0
Frauen13146,120455,426357,4
Männer15353,916444,619542,6
Führungskräfte
Insgesamt185100,0235100,03181100,0
Frauen115,9135,53811,9
Männer17494,122294,528088,1
Volkswirte
Insgesamt99100,0184100,0251100,0
Frauen44,094,9239,2
Männer9596,017595,122890,8
Spezialisierte Laufbahnen
Insgesamt86100,051100,067100,0
Frauen78,147,81522,4
Männer7991,94792,25277,6

Personal im Dienst

Personal im Dienst

Haushalt und Ausgaben im Geschäftsjahr 2000

Der Verwaltungshaushalt des IWF für das am 30. April 2000 abgelaufene Geschäftsjahr (Geschäftsjahr 2000) betrug ohne Rückvergütungen 575,8 Mio. $ und wurde durch eine Ergänzungsbewilligung im Januar 2000 auf 585,1 Mio. $ (ohne Rückvergütungen) aufgestockt. Im Rahmen des Kapitalhaushaltes wurden 67,3 Mio. $ für Vorhaben, mit denen im Geschäftsjahr 2000 begonnen wurde, genehmigt (18,0 Mio. $ für Gebäudeeinrichtungen und 29,3 Mio. $ für elektronische Datenverarbeitungs- (EDV) und Informationstechnologieprojekte sowie 20 Mio. $ für neue Baupläne und vorbereitende Bauarbeiten). Die für wichtige IWF-Vorhaben veranschlagten Kosten sind in Tabelle 8.4 ausgewiesen. Die während des Jahres tatsächlich entstandenen Verwaltungskosten beliefen sich auf 583,0 Mio. $ und die Auszahlungen für Investitionsprojekte betrugen insgesamt 39,3 Mio. $, einschließlich 8,5 Mio. $ für größere Bauvorhaben (Tabelle 8.5).

Tabelle 8.4Geschätzte Kosten der wichtigsten Aktivitäten des IWF in den Geschäftsjahren 1999-20011(Millionen US-Dollar)
AktivitätGeschäftsjahr

1999
Prozcntualer

Anteil
Geschäftsjahr

2000
Prozentualer

Anteil
Haushalt Geschäftsjahr

2001
Prozentualer

Anteil
Personal und Geschäftsführung
Überwachungstätigkeit135,626,0151,726,0181,027,9
Verwendung der IWF-Mittel102,719,7123,321,1132,220,3
Technische Hilfe109,321,0109,318,7131,620,3
Öffentlichkeitsarbeit24,04,630,55433,95,2
Admin. Unterstützung98,518,9114,219,6113,217,4
Zwischensummc470,190,3529,090,7591,991,1
Gouverneursrat und
Exekutivdirektorium250,59,754,09,357,98,9
Insgesamt520,6100,0583,0100,0649,8100,0
Hinweis: Differenzen in den Summen durch Runden der Zahlen.

Kostenschätzungen für die Geschäftsjahre 1999 und 2000 beruhen auf Angaben zum Periodenende und stützen sich auf eine neue Zuteilungsmethode im Vergleich zu früheren Jahresberichten.

Die Kosten für das Exekutivdirektorium enthalten Gehälter und Vergütungen der Exekutivdirektoren sowie ihrer Stellvertreter, Berater und Assistenten; Geschäfts- und sonstige Reisen; Kommunikation; Belegung von Gebäuden; Bücher und Druckerei; Bürobedarf und -einrichtung; Datenverarbeitung; sonstige in den Büros der Exekutivdirektoren anfallende Kosten und die Kosten der unterstützenden Dienstleistungen für diese Büros. Die Kosten für den Gouverneursrat enthalten in erster Linie Reise- und Unterhaltszuschüsse für die Gouverneure, die Kosten der ihnen bereitgestellten unterstützenden Dienstleistungen, einschließlich der Kosten für die Jahrestagungen und sonstige verschiedene Verwaltungs-Dienstleistungen.

Hinweis: Differenzen in den Summen durch Runden der Zahlen.

Kostenschätzungen für die Geschäftsjahre 1999 und 2000 beruhen auf Angaben zum Periodenende und stützen sich auf eine neue Zuteilungsmethode im Vergleich zu früheren Jahresberichten.

Die Kosten für das Exekutivdirektorium enthalten Gehälter und Vergütungen der Exekutivdirektoren sowie ihrer Stellvertreter, Berater und Assistenten; Geschäfts- und sonstige Reisen; Kommunikation; Belegung von Gebäuden; Bücher und Druckerei; Bürobedarf und -einrichtung; Datenverarbeitung; sonstige in den Büros der Exekutivdirektoren anfallende Kosten und die Kosten der unterstützenden Dienstleistungen für diese Büros. Die Kosten für den Gouverneursrat enthalten in erster Linie Reise- und Unterhaltszuschüsse für die Gouverneure, die Kosten der ihnen bereitgestellten unterstützenden Dienstleistungen, einschließlich der Kosten für die Jahrestagungen und sonstige verschiedene Verwaltungs-Dienstleistungen.

Tabelle 8.5Verwaltungs- und Kapitalhaushalte für die Geschäftsjahre 1998-20011(Tausend US-Dollar)
Am 30. April 1998

abgelaufenes

Geschäftsjahr:

Tatsächliche Ausgaben
Am 30. April 1999

abgelaufenes

Geschäftsjahr:

Tatsächliche Ausgaben
Am 30. April 2000

abgelaufenes

Geschäftsjahr:

Tatsächliche Ausgaben
Am 30. April 2001

ablaufendes

Geschäftsjahr:

Haushalt
Verwaltungshaushalt
I. Personalausgaben
Gehälter229 150249 171267 723297 475
Sonstige Personalausgaben117 213122 039149 397153 666
Zwischensumme346 363371 210417 120451 141
II. Sonstige Ausgaben
Geschäftsreisen46 83147 12848 84559 983
Sonstige Reisen28 01028 07235 63336 819
Kommunikation10 50610 96311 57114 708
Gebäudebezug42 87744 92748 07154 696
Bücher und Druckerei9 6699 70411 56612 939
Bürobedarf und -einrichtungen8 1649 5428 47410 114
Datenverarbeitung25 76526 01824 98630 147
Verschiedenes12 93013 56018 00418 220
Zwischensumme184 752189 914207 149237 625
III. Rückvergütungen−35 836−40 506−41 279−38 975
Gesamter Verwaltungshaushalt495 279520 619582 991649 790
Abzüglich: Rückvergütung der Verwaltungskosten der SZR-Abteilung−6 000−4 767−4 533
Rückvergütung der Verwaltungskosten der SAF/PRGF234
Nettoausgaben des Verwaltungshaushalts5489 279515 852578 458
Kapitalhaushalt
Haushalt für Investitionsprojekte627 24014 44067 33050 600
Auszahlungen für Investitionsprojekte56 15043 90339 339

Verwaltungshaushalt, wie vom Direktorium für das am 30. April 2001 ablaufende Geschäftsjahr gebilligt, gegenüber tatsächlich entstandenen Ausgaben für die jeweils am 30. April abgelaufenen Geschäftsjahre 1998, 1999 und 2000; und Kapitalhaushalt, wie vom Direktorium für Investitionsprojekte in den Geschäftsjahren 1998, 1999, 2000 und 2001 gebilligt. Differenzen in den Summen durch Runden der Zahlen.

Gemäß Beschluss des Exekutivdirektoriums wurde die Rückvergütung von 55 500 $ im Verwaltungshaushalt nicht berücksichtigt.

Gemäß Beschluss des Exekutivdirektoriums wurde die Rückvergütung von 56 180 $ im Verwaltungshaushalt nicht berücksichtigt.

Gemäß Beschluss des Exekutivdirektoriums wurde die Rückvergütung von 62 651 $ im Verwaltungshaushalt nicht berücksichtigt.

Die Nettoausgaben des Verwaltungshaushalts berücksichtigen keinen Wertgewinn bzw. -verlust bei verwaltungsmäßigen Währungsbeständen.

Mehrjährige Kapitalhaushalte für jeweils in einem Geschäftsjahr anlaufende Projekte.

Verwaltungshaushalt, wie vom Direktorium für das am 30. April 2001 ablaufende Geschäftsjahr gebilligt, gegenüber tatsächlich entstandenen Ausgaben für die jeweils am 30. April abgelaufenen Geschäftsjahre 1998, 1999 und 2000; und Kapitalhaushalt, wie vom Direktorium für Investitionsprojekte in den Geschäftsjahren 1998, 1999, 2000 und 2001 gebilligt. Differenzen in den Summen durch Runden der Zahlen.

Gemäß Beschluss des Exekutivdirektoriums wurde die Rückvergütung von 55 500 $ im Verwaltungshaushalt nicht berücksichtigt.

Gemäß Beschluss des Exekutivdirektoriums wurde die Rückvergütung von 56 180 $ im Verwaltungshaushalt nicht berücksichtigt.

Gemäß Beschluss des Exekutivdirektoriums wurde die Rückvergütung von 62 651 $ im Verwaltungshaushalt nicht berücksichtigt.

Die Nettoausgaben des Verwaltungshaushalts berücksichtigen keinen Wertgewinn bzw. -verlust bei verwaltungsmäßigen Währungsbeständen.

Mehrjährige Kapitalhaushalte für jeweils in einem Geschäftsjahr anlaufende Projekte.

Im Geschäftsjahr 2000 wurden die Mittel des Verwaltungshaushalts folgendermaßen auf die Arbeit des IWF aufgeteilt: Überwachungstätigkeit und Inanspruchnahme von IWF-Mitteln, wobei 130 Länder als programmintensiv eingestuft wurden, und technische Hilfe (66 % der Ausgaben); Öffentlichkeitsarbeit, um die IWF-Politiken und Transaktionen weiterhin transparenter zu machen (5 %); Verwaltungsarbeiten, wobei Investitionen in Technologie und weitere Verbesserungen in den Arbeitsabläufen zu zusätzlichen Einsparungen bei verschiedenen Tätigkeiten innerhalb dieser Kategorie führten (20 %); sowie Gouverneursrat und Exekutivdirektorium (9 %). Eine Aufgliederung der veranschlagten Verwaltungsausgaben für wichtige IWF-Aufgaben ist in Schaubild 8.2 aufgeführt.

Schaubild 8.2Geschätzte Kosten der wichtigsten Aktivitäten, Geschäftsjahr 2000

(Prozent der Gesamtkosten)

Hinweis: Die Daten beruhen auf den im Geschäftsjahr 2000 tatsächlich entstandenen Ausgaben. Die Kosten der allgemeinen Aufsicht, der Fortbildungsmaßnahmen, der Berufsförderung und der Fehltage wurden proportional auf alle anderen Kategorien verteilt. Differenzen in den Summen durch Runden der Zahlen.

Haushalt und Ausgaben im Geschäftsjahr 2001

Das Exekutivdirektorium beschloss im April 2000 einen Verwaltungshaushalt für das Geschäftsjahr 2001 in Höhe von 649,8 Mio. $ (ohne Rückvergütungen), ein Anstieg von 11,1 % gegenüber dem revidierten Haushalt des Vorjahres. Außerdem wurde ein Kapitalhaushalt von 50,6 Mio. $ für Gebäudeausstattung, elektronische Datenverarbeitungsanlagen und umfassende Software-Entwicklung beschlossen. Der Verwaltungshaushalt für das Geschäftsjahr 2001 sieht eine Netto-Erhöhung der genehmigten Stabspositionen um 108 Stellen vor (insgesamt 130 Stellen, denen Einsparungen von 22 Stellen gegenüberstehen, die sich aus dem internen Überprüfungsprozess und bei anderen Tätigkeiten ergaben). Die meisten der neuen Stellen sind für Aufgaben im Zusammenhang mit den wichtigen neuen Initiativen vorgesehen:

  • Die Durchführung von Überprüfungen und die Erstellung von Programmen für die Mitgliedsländer - gemeinsam mit der Weltbank - im Zusammenhang mit der Armutsbekämpfungs- und Wachstumsfazilität (PRGF), einschließlich Arbeiten zur Schuldenerleichterung im Rahmen der Initiative für hochverschuldete arme Länder.
  • Das Programm zur Bewertung des Finanzsektors (FSAP) - ebenfalls in Zusammenarbeit mit der Weltbank - wird ein Instrument für die Überwachungstätigkeit des IWF zur Förderung der Solidität des Finanzsektors und zur Verringerung des Krisenrisikos durch die frühzeitige Erkennung von Anfälligkeiten und Ausarbeitung wirtschaftspolitischer Gegenmaßnahmen.
  • Die Arbeit zu den Standards und Kodizes legt den Schwerpunkt auf die Bewertung von Datenveröffentlichungsverfahren, fiskalischer Transparenz, Transparenz in der Geld- und Währungspolitik sowie in der Finanzpolitik und der Bankenaufsicht. Die meisten der übrigen Stellen sind für die geplanten Erweiterungen der laufenden Tätigkeiten vorgesehen:
  • Das IWF-Arbeitsprogramm für die Überwachung wird auf der Grundlage von Empfehlungen vor kurzem durchgeführter externer Überprüfungen gestärkt.
  • Im Bereich der technischen Hilfe soll die Verbindung zwischen technischer Hilfe und Überwachungstätigkeit durch technische Konsultationen und Aktionspläne für technische Zusammenarbeit intensiviert werden. Das Ausbildungsprogramm für Beamte der Mitgliedsländer soll ebenfalls erweitert werden, und einige Mittel sind dafür vorgesehen, den Bedarf an technischer Hilfe in den Mitgliedsländern im Zusammenhang mit der PRGF-Arbeit zu decken.
  • Der IWF ändert außerdem seine Strategie für die Öffentlichkeitsarbeit. Das Ziel besteht vor allem darin, ganz allgemein zunehmende Offenheit und Transparenz des IWF zu unterstützen, was wiederum die Kenntnisse der Öffentlichkeit über die Arbeit des IWF erhöhen und die Kommunikation mit dem privaten Finanzsektor verbessern dürfte.
  • Es ist geplant, ein Pilotprogramm zur Überprüfung der Sicherungen für die Inanspruchnahme von Finanzmitteln des IWF in den Zentralbanken einzuleiten. Die Arbeit zur Verbesserung der Daten über die öffentlichen Finanzen in den Programmländern wird ebenfalls verstärkt.

Der Kapitalhaushalt enthält eine Fortführung der Pläne zur Fertigstellung von größeren Bauvorhaben, zur Modernisierung von älteren Einrichtungen und EDV-Anlagen sowie für größere Software-Entwicklungsprojekte.

Gebäude

Im Erweiterungsbau der IWF-Zentrale (Phase III), der Ende 1998 fertiggestellt wurde, fanden 1999 zum ersten Mal viele der Veranstaltungen der Jahrestagungen statt. Das Exekutivdirektorium stimmte Ende 1999 einem Vorschlag zu, ein neues Gebäude auf einem Gelände zu errichten, das dem IWF gehört und das unmittelbar an das Hauptgebäude angrenzt. Die Pläne, die gegenwärtig erarbeitet werden, sehen die Fertigstellung des Baus für 2005 vor. Nach der Fertigstellung wird der IWF gemäß den gegenwärtigen Personalplanungen keine Büroflächen mehr in der Innenstadt Washingtons mieten müssen. Dadurch werden die Mietkosten insgesamt gesenkt und es wird das langfristige Ziel erreicht, alle Mitarbeiter des IWF in eigenen Räumlichkeiten unterzubringen.

Wahl eines neuen Geschäftsführenden Direktors

Nachdem Michel Camdessus im November 1999 seine Absicht angekündigt hatte, als Geschäftsführender Direktor zurückzutreten, leitete das Exekutivdirektorium ein Verfahren zur Wahl eines Nachfolgers ein. Die Exekutivdirektoren kamen überein, den Geschäftsführenden Direktor einvernehmlich zu wählen; durch Beratung und flexibel gestaffelte Schritte sollte die Anzahl der Bewerber auf einen verringert werden.

Die Direktoren führten unter der Leitung des Doyens des Exekutivdirektoriums (des dienstältesten Exekutivdirektors) verschiedene Beratungen durch. Nach diesen Erörterungen und im Anschluss an die Beratungen in den Hauptstädten wurde die Auswahl an Kandidaten schrittweise auf einen Kandidaten eingeengt. Am 23. März 2000 wählte das Exekutivdirektorium Horst Köhler einstimmig zum Geschäftsführenden Direktor.

Horst Köhler, 57, deutscher Staatsangehöriger, war vor seinem Amtsantritt im IWF am 1. Mai 2000 Präsident der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, ein Amt, für das er im September 1998 bestellt worden war. Davor, von 1993 bis 1998, war Horst Köhler Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes. Von 1990 bis 1993 übte er das Amt eines Staatssekretärs im Bundesfinanzministerium aus und war für internationale finanzielle und monetäre Beziehungen verantwortlich. Während dieser Zeit führte er im Auftrag der deutschen Regierung die Verhandlungen über das Abkommen, das zum Maastricht-Vertrag über die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion wurde, war eng in den Prozess der deutschen Wiedervereinigung einbezogen und diente als stellvertretender Gouverneur für Deutschland in der Weltbank. Er war persönlicher Vertreter („Sherpa”) des Bundeskanzlers bei der Vorbereitung der G7-Wirtschaftsgipfel in Houston (1990), London (1991), München (1992) und Tokio (1993).

Horst Köhler promovierte in Volkswirtschaft und Politischen Wissenschaften an der Universität Tübingen, wo er von 1969 bis 1976 als wissenschaftlicher Forschungsassistent am Institut für angewandte Wirtschaftsforschung arbeitete. Nach Verlassen der Universität war er von 1976 bis 1989 in verschiedenen Funktionen im Wirtschafts- und im Finanzministerium Deutschlands tätig.

1Die Vergütung der drei Stellvertretenden Geschäftsführenden Direktoren besteht nur aus dem Gehaltsbestandteil.
2Die Angaben gelten nicht für den Exekutivdirektor und den Stellvertretenden Exekutivdirektor der USA, die den Gehaltsobergrenzen des US-Kongresses unterliegen.

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